Brandenburg ist ein Energieland mit Tradition. Das Lausitzer Braunkohlenrevier hat als eine der drei großen Lagerstätten in Deutschland die Industriegeschichte mitgeprägt. 1882 ging die erste Brikettfabrik Europas in Domsdorf, Elbe-Elster, in Betrieb. Zu DDR-Zeiten hatte die Braunkohle eine Schlüsselrolle für die Volkswirtschaft. In keinem Land wurde mehr davon gefördert als hier. 85 Prozent des Stromes kam aus Braunkohlenkraftwerken. Seit der Wende und der wirtschaftlichen Transformation vollzog sich auch ein energiewirtschaftlicher Strukturwandel. Die Braunkohlenförderung sank auf die Hälfte. Neue klimafreundlichere Energieträger und erneuerbare Energien nahmen an Bedeutung zu. Brandenburg bietet als windreiches Energieland dazu günstige Voraussetzungen. Bereits im Jahr 2004 deckte Brandenburg 6,2 Prozent seines Primärenergiebedarfs mit umweltfreundlichen Energieträgern ab und hat so den für das Jahr 2010 gesetzten Fünf-Prozent-Zielwert für den Anteil erneuerbarer Energien am Primärenergieverbrauch vorzeitig erreicht.



