Berlin ist Stadt und Land zugleich; der Stadtstaat hat eine Größe von 892 km² mit gut 3,5 Mio. Einwohnern (EW). Mit einer Bevölkerungsdichte von 3.927 EW/km² ist Berlin nach München die dichtest besiedelte deutsche Großstadt. Unterhalb der gesamtstädtischen Verwaltungsebene gibt es zwölf Bezirke mit Einwohnerzahlen zwischen 229.000 im Bezirk Spandau und 376.000 im Bezirk Pankow.
Brandenburg ist ein Flächenland mit einer Ausdehnung von 29.484 km² und knapp 2,5 Mio. EW. Mit einer Bevölkerungsdichte von 85 EW/km² ist es nach Mecklenburg-Vorpommern das am dünnsten besiedelte Bundesland. Es gliedert sich in 14 Landkreise und vier kreisfreie Städte. Die kreisangehörigen Gemeinden sind in 144 amtsfreie Gemeinden und 53 Ämter (mit zusammen 271 amtsangehörigen Gemeinden) organisiert. Die Einwohnerzahlen der kreisfreien Städte differieren zwischen 60.000 in der Stadt Frankfurt (Oder) und fast 159.000 in der Landeshauptstadt Potsdam. Die Einwohnerzahlen der Landkreise liegen zwischen 81.000 im Kreis Prignitz und fast 206.000 im Kreis Potsdam-Mittelmark. Der flächenmäßig größte Landkreis Brandenburgs ist Uckermark mit 3.058 km².
Zum Zwecke der raumordnerischen Analyse und Steuerung werden in Brandenburg das "Berliner Umland" und der "weitere Metropolenraum" unterschieden. Das Berliner Umland umfasst den stark mit der Metropole Berlin verflochtenen Raum im Land Brandenburg. Es ist im Landesentwicklungsplan Berlin-Brandenburg (LEP B-B) vom 31. März 2009 als Brandenburger Teil des Stadt-Umland-Zusammenhangs von Berlin und Potsdam ausgewiesen. In seiner gemeindescharfen Abgrenzung schließt das Berliner Umland 2.851 km² Fläche mit knapp 900.000 Personen ein. Der weitere Metropolenraum ist der Teil des Landes Brandenburg, der nicht zum Berliner Umland gehört. Dieser Raum umfasst eine Fläche von 26.630 km² mit 1,6 Mio. Personen.
Wirtschaftlich haben Berlin und Brandenburg in den letzten Jahren einen beachtlichen Funktionswandel vollzogen und damit den Abstand zu den alten Bundesländern verringert: Der Aufschwung seit 2004 - unterbrochen von der Weltwirtschaftskrise - hat zu Wachstum und Beschäftigung wie Anfang bis Mitte der 1990er Jahre geführt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im gemeinsamen Planungsraum betrug 2010 151 Milliarden Euro, was einen Anstieg gegenüber 2004 um 20 Prozent bedeutet. Infolge dieses Aufschwungs ist die Arbeitslosenquote in Berlin auf 13,6 Prozent, in Brandenburg auf 11,1 Prozent zurückgegangen. Brandenburg hat unter den ostdeutschen Flächenländern inzwischen den Spitzenplatz in der Wirtschaftskraft, gleichwohl bleibt die Hauptstadtregion noch unter dem Bundesdurchschnitt: Das BIP je Erwerbstätigen betrug in Berlin 56.205 Euro, in Brandenburg 52.205 Euro, während der Schnitt im Bund bei 61.725 Euro liegt.
Berlin ist der Motor des gemeinsamen Planungsraumes: 63 Prozent der Wirtschaftsleistung im Gesamtraum entfallen auf die Hauptstadt. In wichtigen Bereichen von Wirtschaft und Kultur, Bildung und Forschung sowie bei den Medien hat Berlin an Bedeutung gewonnen. Brandenburg hat zur Wirtschaftsleistung 37 Prozent beigesteuert, zu Beginn der 1990er Jahre war es nur knapp ein Viertel. Beide Länder konnten Ansiedlungserfolge in Zukunftsbranchen verbuchen und damit ihre wirtschaftspolitische Schwerpunktsetzung auf Kompetenzfelder und Branchenschwerpunkte bestätigt sehen. Die Verflechtungen und die räumliche Arbeitsteilung zwischen Berlin und Brandenburg haben sich deutlich weiterentwickelt. Die Zahl der Pendler zwischen den beiden Ländern steigt kontinuierlich. Das Schlüsselprojekt zur Entwicklung der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg, der Flughafen Berlin Brandenburg Willy Brandt, wird am 27. Oktober 2013 eröffnet. Weitere Informationen zur Hauptstadtregion sind im Raumordnungsbericht 2008 zu finden.
Themen:
- Im Leitbild für die Hauptstadtregion werden die Stärken und Potenziale benannt und gemeinsame Ziele formuliert.
- Die Hauptstadtregion ist Mitglied des Initiativkreises Europäische Metropolregionen in Deutschland (IKM).
- In einem länderübergreifenden Modellvorhaben der Raumordnung (MORO) werden die Wachstumschancen der metropolenferne Räume in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern untersucht.


