IBA-Konferenz

"Chance: Bergbau-Folge-Landschaft"

Internationale IBA-Konferenz vom 15. bis 17. September 2009 in der Lausitz

Bildvergrößerung: Ilse-See
Ilse-See

Auf den IBA-Terrassen Großräschen, an der Kante eines ehemaligen Tagebaus und des neu entstehenden Ilse-Sees, wurde der Blick von der Lausitz in acht verschiedene Bergbauregionen der Welt gerichtet und gefragt, wie dort mit den Landschaften nach dem Bergbau umgegangen wird, welche Potenziale sich nach der Sanierung bieten, was nach dem Weggang der Industrie kommt und wie die Region eine neue Identität entwickeln kann. Referenten aus Frankreich, Portugal, Kanada, Chile, Südafrika, Australien, China und Tschechien berichteten aus ihrer Region. Eine Exkursion bot Einblicke in die Lausitzer Tagebaue und das entstehende Lausitzer Seenland.

Die Konferenz richtete sich an ein interdisziplinäres Fachpublikum vom Bergbauingenieur über den Regionalentwickler, Planer, Soziologen, Land- und Forstwirt bis hin zum Kunstschaffenden sowie an Vertreter aus Forschung, Politik und Verwaltung, die sich mit der Entwicklung von Bergbauregionen beschäftigen.

Veranstaltet wurde die Konferenz mit den Partnern: Deutsche Bundesstiftung Umwelt, Vattenfall, Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft, das Land Brandenburg sowie im Rahmen der EU-Projekte ReSOURCE und RenERg.

Veranstalter:
Internationale Bauausstellung (IBA) Fürst-Pückler-Land
Seestraße 84-86
01983 Großräschen
Deutschland

Programminformationen: Verstehen – Denken – Handeln: Dieser Dreiklang bildete den Rahmen der Konferenz.

15.9.2009 – Verstehen
Am ersten Konferenztag stellten sich Bergbauregionen weltweit vor – von der Lausitz ging die Reise zu anderen europäischen Regionen, weiter in die USA, nach Chile, Südafrika, China und wieder zurück in die Lausitz. Anschließend wurden die 10 Thesen zum Umgang mit Landschaften nach dem Bergbau präsentiert.

16.9.2009 – Denken
Am zweiten Konferenztag setzten sich drei parallele Kolloquien mit der Steuerung des Wandlungsprozesses, der regionalen Identitätsbildung sowie aktuellen Nutzungsansprüchen an die Landschaft auseinander. Nach einer Open-Space-Diskussion zu den 10 Thesen ging es auf Entdeckungstour in den aktiven Tagebau und ins neu entstehende Lausitzer Seenland.

17.9.2009 – Handeln
Der dritte Konferenztag führte die Fäden wieder zusammen: In einer Podiumsdiskussion wurden die Ergebnisse der Konferenz ausgewertet und konkrete Handlungsempfehlungen abgeleitet. Wie diese Erfahrungen ausgetauscht und verbreitet werden können, zeigen verschiedene Netzwerke, die weltweit arbeiten.