Funktionsteilige Mittelzentren

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Mittelzentren in Funktionsteilung sind Bad Liebenwerda – Elsterwerda, Lauchhammer – Schwarzheide, Perleberg – Wittenberge, Pritzwalk – Wittstock/Dosse, Schönefeld – Wildau, Senftenberg – Großräschen, Werder (Havel) – Beelitz und Zehdenick – Gransee. Die jeweils als Mittelzentren in Funktionsteilung festgelegten Gemeinden sollen gemeinsam die Versorgungsfunktion für den gemeinsamen Mittelbereich übernehmen und dazu eine enge Abstimmung über die jeweilige mittelzentrale Funktionswahrnehmung durchführen. Verbindliche Kooperationsformen sollen dafür die Basis bilden.

Das Prinzip der zentralörtlichen Gliederung ist auf eine räumliche Konzentration der Siedlungsentwicklung, von Arbeitsplatzangeboten, von Dienstleistungsangeboten und von Versorgungsgelegenheiten im Zentralen Ort des Verflechtungsbereiches angelegt. In Einzelfällen kann es erforderlich sein, von diesem räumlichen Konzentrationsgebot dahingehend abzuweichen, dass die zentralörtlichen Funktionen von zwei Kommunen gemeinsam wahrgenommen werden. Dies kann z.B. darin begründet sein, dass sich die verschiedenen Versorgungsfunktionen für den Mittelbereich aufgrund spezifischer historischer Entwicklungen auf zwei Kommunen verteilen (z. B. Arbeitsmarktschwerpunkt und Versorgungsschwerpunkt), dass sich unterschiedliche Schwerpunkte bei der Versorgung entwickelt haben (z. B. Bildungsschwerpunkt und Gesundheitsschwerpunkt) oder dass sich die Versorgung innerhalb der zumutbaren Erreichbarkeitszeiten aufgrund der großen räumliche Ausdehnung des Mittelbereiches durch nur eine Gemeinde nicht sicherstellen lässt.

Die Gemeinsame Landesplanungsabteilung lässt die Zusammenarbeit innerhalb der funktionsteiligen Mittelzentren evaluieren .