Ostsee-Adria-Entwicklungskorridor

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Für die Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg bildet aktuell die Entwicklung des zentraleuropäischen Ostsee-Adria-Entwicklungskorridors – von Skandinavien bis zum Mittelmeerraum/Adria – die Chance, Metropolregionen wieder näher an Berlin heranzuführen und Entwicklungsimpulse für Berlin und Brandenburg auszulösen.
Der Ostseeraum soll über Mittel- und Südosteuropa stärker mit dem Mittelmeerraum und den Wirtschaftsräumen in Richtung Asien, vorderer Orient als auch Nordafrika verknüpft werden.

Die EU-Interreg-Projekt-Initiative haben die ostdeutschen Länder 2007 gestartet. Das Raumentwicklungs- und Wachstumsbündnis will auf breiter Ebene länderübergreifend eine integrierte Raum-, Wirtschafts- und Infrastrukturentwicklung im europäischen Kontext unterstützen. Der Auftaktkonferenz 2007 in Berlin folgte 2008 im Rahmen der Euregia in Leipzig die zweite internationale Fachkonferenz . Die Industrie- und Handelskammern unterstützen aktiv Kooperationen mit der Nord-Süd-Initiative .

Innerhalb des Ostsee-Adria-Entwicklungskorridors laufen eng miteinander verzahnt inzwischen zwei Interreg-IV-B- Projekte:

  • SoNorA (im südlichen Abschnitt)
  • Scandria (im nördlichen Abschnitt)
    SoNorA – South North AxisDas erste EU-Interreg-Projekt im Korridor, SoNorA, ist im November 2008 gestartet. Es unterstützt die Infrastruktur- und Regionalentwicklung im Ostsee-Adria-Entwicklungskorridor, dazu gehören die Mitwirkung an der TEN-Revision, die Organisation eines territorialen Dialogs im Entwicklungskorridor, Fallstudien zu Eisenbahnverbindungen, Logistik und Verkehrsknoten. Leadpartner ist die Region Veneto. In dem IV-B-Projekt arbeiten 25 Projektpartner, darunter die GL, und 34 assoziierte Partner aus 8 Staaten zusammen (http://www.sonoraproject.eu) . Projektkurzbeschreibung auf Deutsch , Englisch .
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Projekttreffen 2009 in Berlin/PotsdamDie SoNorA-Partner haben sich vom 11. bis 13.November 2009 in Potsdam und Berlin zu einer Arbeitstagung getroffen. Die Staatssekretärin für Verkehr und Stadtplanung in Berlin, Frau Maria Krautzberger, hat am ersten Tag die Konferenz mit Interessenten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung eröffnet. Rund 150 Gäste aus 11 europäischen Staaten waren zur Vorstellung und Diskussion erster Projektergebnisse nach Potsdam gekommen. Im Mittelpunkt standen Möglichkeiten der Effektivierung von Eisenbahnverbindungen in der europäischen Nord-Süd-Relation und das aktive Einbringen der Länder und Projektpartner bei der aktuellen Überprüfung der EU-Politik zu den Transeuropäischen Netzen (Programm , Bilder ). Weitere Hinweise sind auf der SoNorA-Homepage zu finden.

Scandria – Scandinavian Adriatic Corridor for Growth and Innovation Am 09.06.09 fiel die Entscheidung in Vilnius, dass die Europäische Union die europäische Zusammenarbeit im Projekt Scandria fördert. Im Projekt werden 19 Partner aus 5 Ländern (Deutschland, Schweden, Dänemark, Norwegen und Finnland) zusammenarbeiten. Ziel ist es, im nördlichen Teil des Entwicklungskorridors die Qualitäten der Verkehrsinfrastruktur zu verbessern, innovative Logistikkonzepte zu entwickeln und regionale Wirtschaftspotenziale mit logistischen Lösungen besser zu verknüpfen. Der südliche Teil des Korridors wird u.a. durch das Zwillingsprojekt SoNorA bearbeitet. Scandria wird geleitet von der Gemeinsamen Landesplanungsabteilung der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg und vereint nationale, regionale und lokale Administrationen, Wissenschaftseinrichtungen, Entwicklungsgesellschaften und Unternehmen.

Link zu: Kick Off Scandria
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Kick-off-MeetingDer erfolgreiche Start fand mit der Eröffnungskonferenz am 3./4. September 2009 in Berlin und Potsdam statt. In den Nordischen Botschaften in Berlin begrüßte der Königliche Gesandte Schwedens in Deutschland, Herr Jan Lundin, und der Brandenburger Staatssekretär, Herr Rainer Bretschneider, die Teilnehmer. Eine interessante Diskussion schloss sich im Anschluss an die Vorträge von Herrn Christian Wiesenhütter (IHK Berlin), Herrn Ulrich Sontheim (DB Schenker Rail – Intermodal), Frau Francesca Forestieri (Koordinatorin des Projektes SoNorA) und Herrn Horst Sauer (Gemeinsame Landesplanungsabteilung der Länder Berlin und Brandenburg) an. Die Gemeinsame Landesplanungsabteilung Berlin-Brandenburg war als Leadpartner Gastgeber für Beteiligte und Interessierte aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft.

Der Fördervertrag zwischen der Europäischen Union und der Gemeinsamen Landesplanungsabteilung der Länder Berlin und Brandenburg ist nun unterschrieben. Es steht ein Budget von rund 3,8 Mio. Euro zur Verfügung. Weitere Informationen sind unter http://www.scandriaproject.eu zu finden, Projektkurzbeschreibung auf Deutsch , Englisch

Transitects Das EU-Projekt Transitects – Transalpine Transport Architects wurde am 14./15. September 2009 gestartet. Die Gemeinsame Landesplanungsabteilung Berlin-Brandenburg wird hier gemeinsam mit weiteren Partnern aus Italien, Deutschland, Österreich und Slowenien an Lösungen für den Alpen querenden Güterverkehr arbeiten. Schwerpunktthemen für Berlin und Brandenburg sind dabei die Verknüpfung mit der Ostsee-Adria-Relation und den Zulaufstrecken in Ost-West-Richtung.