Scandria - Scandinavian Adriatic Corridor for Growth and Innovation

Von 2009 bis 2012 arbeiteten 19 Partner aus Dänemark, Schweden, Norwegen, Finnland und Deutschland mit einem Gesamtbudget von ca. 3,8 Mio. EUR zusammen. Das SCANDRIA®-Projekt hat wesentlich zur Etablierung des Korridors in Politik, Verwaltung und Wirtschaft beigetragen. Die Projektarbeit hat dafür gesorgt, dass die Hauptstadtregion als vollständiger Knoten im europäischen Verkehrs-Kernnetz verankert wurde. Die Zusammenarbeit verfolgte einen integrativen Ansatz zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Politik zum Thema Verkehrsinfrastruktur und Logistik im Korridor. Darüber hinaus bestehen mit den schwedischen Initiatoren der Verkehrsprojekte Transbaltic und „EWTC II“ und anderen enge Kooperationen.

Mit einer Konferenz, die nacheinander an wichtigen Orten im SCANDRIA®-Korridor stattfand, in Berlin, Rostock, Kopenhagen und Malmö, fand im Juni 2012 eine dreijährige erfolgreiche Zusammenarbeit zur Entwicklung eines innovativen Transportkorridors einen vielversprechenden und beachteten Abschluss. Die Projektpartner haben damit Grundlagen für eine europäische Zusammenarbeit „nach dem Projekt“ geschaffen. Die Verstetigung der Zusammenarbeit soll über das Projekt hinaus geführt werden und jetzt verstärkt auf den Aufbau einer „SCANDRIA® Alliance“ gerichtet werden.

Mit dem Projekt SCANDRIA® konnte der Ostsee-Adria-Korridor als Entwicklungsraum verfestigt werden. Im Prozess der Revision der Transeuropäischen Netze der EU in den Jahren 2010 und 2011 haben die abgestimmten Interessen und Erfahrungen der SCANDRIA®-Partner in Kooperation mit SoNorA-Partnern Eingang in die europäische Verkehrspolitik gefunden. Der Rahmen für die Umsetzung der neuen Politik soll seitens der EU 2013 verfügbar sein.

Erfolgreich war SCANDRIA® auch mit direkten umsetzungsorientierten Maßnahmen. So hat z. B. die Projektarbeit direkt dazu beigetragen, Investitionen von rund 125 Mio. EUR für Kaianlagen in Rostock und Gedser aus dem EU-Programm „Motorways of the Sea“ auszulösen.

Die Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene war ein weiterer Themenbereich in SCANDRIA®. Aus der Feststellung, dass es ausreichend Potenziale zur Güterverlagerung gibt, diese aber oft nicht groß genug sind, um Blockzüge zu füllen, ist ein Andock-Projekt entwickelt worden. Hier geht es darum, zusätzliche Ansatzpunkte und Potenziale zur Erreichung raumplanerischer, verkehrs- und umweltpolitischer Ziele mittels Einsatz innovativer Güterumschlagtechnologien und Organisationsformen zu erkunden. Die bisherigen Ergebnisse zeigen, dass hier neue Geschäftsfelder geöffnet werden konnten, die bei den Wirtschafts- und Logistikunternehmen großes Interesse ausgelöst haben.

Weitere Informationen sind unter http://www.scandriaproject.eu zu finden, Projektkurzbeschreibung auf Deutsch, Englisch