SoNorA - SOuth-NORth Axis

Improving transport infrastructure and services across Central Europe

Darstellung des Sonora Logos

Mit dem SoNorA-Projekt wurde die weitere Verbesserung der Nord-Süd-Verkehrsverbindungen, insbesondere im Güterverkehr zwischen Skandinavien, Mittel- und Südosteuropa unterstützt. Priorität lag dabei auf dem Schienenverkehr. Die Berliner und Brandenburger Partner setzten sich für eine Aufwertung und eine Kapazitätssteigerung der in der Hauptstadtregion gelegenen Umschlag- und Verteilzentren sowie des Flughafens, der Eisenbahnknotenpunkte und der Binnenhäfen im Fern- und Regionalverkehr ein. Im Projekt hatte die Region Venetien die Federführung, die mit 25 Projektpartnern, darunter die Gemeinsame Landesplanungsabteilung und 35 assoziierten Partnern aus neun Staaten zusam-mengearbeitet hat. Das Projekt wurde im Mai 2012 abgeschlossen.

Das Projekt war aufgrund der Anzahl von Partnern, von Assoziierten und von Staaten sowie der zu bearbeitenden Themen sehr komplex angelegt. Damit erhielt z.B. die gemeinsame fachliche und strategische Auseinandersetzung mit den Inhalten und der Qualifizierung der Revision der Transeuropäischen Netze ein besonderes staatenübergreifendes Gewicht. Der abgestimmte Standpunkt der Partner konnte erfolgreich in die Neugestaltung der EU-Politik zu den europäischen Transportnetze eingebracht werden. Das betraf sowohl die neue Systematik mit einem europäischen Verkehrs-Kernnetz als auch die Definition konkreter Transportkorridore. Der Rahmen für die Umsetzung der neuen Politik soll seitens der EU 2013 verfügbar sein.

Das Thema Wirtschaftskooperationen wurde mit Projektpartnern und regionalen Akteuren an mehreren Standorten im SoNorA-Raum diskutiert. Hier wurden Felder bestehender und möglicher Kooperationen festgestellt und regionale Entwicklungsstrategien angeregt. Das erklärte Ziel der EU-Politik, den territorialen Zusammenhalt der europäischen Regionen zu stärken, soll in die Praxis umgesetzt werden. Die Standortbedingungen sind in den Regionen sehr unterschiedlich. Gute Voraussetzungen bestehen z.B. in der Logistikbranche. So sind von den Top 20 der europäischen Frachtzentren acht im SoNorA-Raum angesiedelt. Die Kooperation der Adriahäfen untereinander und ebenso der Ostsee-Häfen wurde durch die Projektaktivitäten und die Einbeziehung der Hafengesellschaften im Projekt direkt gestützt.

Die Vielzahl thematischer Untersuchungen und neu gebildeter Netzwerke mit Wirtschafts- und Logistikakteuren haben eine Reihe von umsetzungsorientierten Ansätzen erbracht. Beispiele sind die Arbeiten zu Geschäftsmodellen im Güter-Schienenverkehr und für den Einsatz von Blockzügen. An diesen Themen wird bereits spezifiziert weitergearbeitet, so z.B. im Projekt M-Rail (Federführung TH Wildau), das auf die Stärkung des Schienengüterverkehrs mit passgenauen Marketingkonzepten zielt.