Saubere Kraftstoffe im Scandria®Korridor: Workshop und Road Show, Berlin, 27.11.2018

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© GL, ariadne an der spree

Auf Einladung der Gemeinsamen Landesplanungsabteilung und der Technischen Hochschule Wildau sind am 27.11.2018 verschiedene Akteure aus der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg und Vertreter der Ostseeregionen entlang des Scandria®Korridors zusammen gekommen, um den Sachstand und die Anwendung sauberer Kraftstoffe für eine nachhaltige Verkehrs- und Regionalentwicklung zu diskutieren. Die Veranstaltung wurde im Rahmen des von der EU geförderten Projektes Scandria®2Act ausgerichtet.

Schlaglichter
Die Nutzer von Verkehrsleistungen müssen die Anbieter von Verkehrsleistungen motivieren, saubere und innovative Antriebs- und Betriebslösungen anzubieten.
Alle alternativen Kraftstoffarten haben ihre Berechtigung. Sektorkopplung (insbesondere Verknüpfung von Verkehrs- und Energienetzen) muss verstärkt werden.
Die Betrachtung der Nord-Süd-Achse im europäischen Maßstab ist für die Nutzung im CNG/LNG Bereich vernünftig. Das Tankstellenangebot ist vorhanden/ohne Probleme ergänzungsfähig.
CNG/LNG ist für Klimaschutz und Energieeffizienz im Gesamtsystem von Erzeugung (Vorkette), Nutzung, Abfall (Nachkette?) attraktiv aber politisch vernachlässigt.
In Ausschreibungen werden alternative Kraftstoffarten zu wenig berücksichtigt, obwohl es marktreife und kostengünstige Lösungen gibt. Die Kommunen müssen stärker motiviert werden.
Die umfängliche Verlagerung der Verkehrsleistungen von der Straße auf die Schiene ist bisher nicht gelungen. Raumplanerische Voraussetzung dafür ist eine effektive Abstimmung zwischen Siedlungs- und Verkehrsentwicklung.

Zusammenfassung:
Als zusammenfassendes Ergebnis des Workshops ist festzuhalten, dass alle alternativen Kraftstoffarten ihre Berechtigung haben und alle nachgefragten räumlichen Einzugsbereiche bedient und gekoppelt werden können. Der Markt muss noch stärker aktiviert werden, z.B. über Ausschreibungen. Multimodalität mit allen Verkehrs- und Fahrzeugarten erfordert innovative Kraftstoffe. Voraussetzung für die Erreichung der Klimaziele ist die Verkehrsverlagerung.

Schlussfolgerungen:
Im Scandria®Korridor werden konsistente Kraftstoffversorgungsketten benötigt. Die Verbesserung der standörtlichen Bedingungen innerhalb und zwischen den Urban Nodes, also im Korridor, sollte nächster Arbeits-Schwerpunkt der Scandria®Allianz sein. Die Einbeziehung des südlichen Korridorabschnittes ist für das Verhältnis zwischen Angebot von Verkehrsleistungen und Nutzern innovativer Kraftstoffarten sinnvoll.

Aktuelle Entwicklungen im Projekt können Sie unter dem Link nachlesen.