Schneider und Lompscher unterzeichnen langfristige Kooperationsvereinbarung mit skandinavischen Regionen entlang des Scandria®Korridors

scandria map 2016
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Ziel dieser Vereinbarung ist es, die strategische Kooperation der Regionen Örebro, Skane, Helsinki-Uusimaa, des Regionalverbands Ostnorwegen, der Stadt Turku und der Hauptstadtregion Berlin – Brandenburg in einem themenübergreifenden Netzwerk zu gegenseitigem Nutzen zu verstetigen. Es geht insbesondere darum die Regionalentwicklung durch grenzüberschreitende innovative Transport- und Logistiklösungen zu fördern, den Erfahrungsaustausch zu gewährleisten und in diesem Sinne gemeinsam gestaltend auf EU und andere Förderpolitiken einzuwirken
Mit gemeinsamen Projekten soll die Verbindungsqualität zwischen Skandinavien und Südosteuropa durch eine zukunftsfähige Erschließung der berührten und benachbarten Regionen verbessert werden. Die Menschen in den Regionen sollen ungehindert Güter, Ideen und kulturelle Werte austauschen können. Dafür sollen u.a. gemeinsam europäische Fördermittel akquiriert werden. Um Verkehrsverbindungen zusammenhängend und grenzübergreifend zu verbessern und CO2 Emissionen zu reduzieren soll der Marktanteil der Schiene im Güter- und Personenverkehr erhöht werden. Der Einsatz innovativer Kraftstoffe soll initiiert und erleichtert werden, um so schneller auf klima- und gesundheitsschädliche Kraftstoffe verzichten zu können. Multimodale Schnittstellen für Personen und Güter werden damit gleichermaßen gestärkt und für die Regionalentwicklung genutzt .
Im Ergebnis der im Herbst letzten Jahres durchgeführten Scandria® Konferenz im Beisein der Ministerin Kathrin Schneider, der Senatorin Katrin Lompscher und hochrangiger skandinavischer Regionalpolitiker wurde nun die Kooperationsvereinbarung zur Scandria® Allianz als Vereinbarung für eine Verstetigung der langjährigen Zusammenarbeit unterzeichnet.
Senatorin Katrin Lompscher lädt Regionen entlang des Korridors ein, sich diesen Zielen anzuschließen: „Die Unterzeichnung der Scandria® Allianz ist ein wichtiger Schritt zur Verstetigung unserer Zusammenarbeit mit den Regionen nördlich und südlich von uns. Diese Kooperation wird helfen die Vernetzung der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg in Europa zu verbessern und den territorialen Zusammenhalt zu fördern. Die Vereinbarung ist aber kein „Closed Shop“. Sie wurde zunächst zwischen den Partnerregionen des Scandria®2Act Projektes abgeschlossen, ist aber offen für jede Region entlang des Korridors. Ich möchte diese Regionen hiermit einladen, sich unserer Allianz anzuschließen.“
Staatssekretärin Ines Jesse sagte: „Der Scandria®Korridor verknüpft Regionen aus dem hoch innovativen Norden über die Hauptstadtregion mit dem wirtschaftsstarken Norditalien. Hier wollen wir – aufbauend auf die bisherigen Erfolge wie z.B. bei Interreg Projekten oder bei der Gestaltung der europäischen Verkehrspolitik – weiterhin zusammenarbeiten und voneinander profitieren. Deshalb ist es richtig sich gemeinsam auf den Weg zu machen. Aber es geht auch darum den Einsatz der europäischen Fördermittel für wichtige Verkehrsprojekte in der Hauptstadtregion weiter zu optimieren.“

Hintergrundinformationen:
Bereits seit 2007 existiert der Ostsee-Adria Entwicklungskorridor, Scandria®Korridor genannt. Die Initiative zur Gründung ging von der Hauptstadtregion aus. Vor mehr als 10 Jahren hatten die für Raumentwicklung zuständigen Ministerinnen und Minister der Bundesländer Sachsen, Sachsen-Anhalts, Thüringens, Mecklenburg-Vorpommerns sowie Berlin und Brandenburgs bei einer Konferenz in Berlin die „Berliner Erklärung“ unterzeichnet. Gemeinsames Ziel ist, die zum Korridor gehörenden Gebiete wirtschaftlich und sozial, durch die Verbesserung der großräumigen Verbindungen, zu stärken. Nach einer langjährigen erfolgreichen transnationalen Zusammenarbeit der Regionen entlang des Korridors auf der Basis von Interreg Projekten soll dieser Ansatz nunmehr durch die Allianz verstetigt werden. Ziele sind

  • ein Ebenen übergreifendes Netzwerk, das ökonomische, wissenschaftliche, öffentliche und administrative Akteure zusammen bringt,
  • eine aktivierende Plattform, die die Interessen bündelt und sich u.a. für die infrastrukturelle und regionale Entwicklung einsetzt,
  • ein Werkzeug für politische Unterstützung, das Ebenen übergreifend die gemeinsamen politischen Interessen stärkt und ein starker Partner im europäischen Dialog ist.