Europäische Raumentwicklung in der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg und Transeuropäische Verkehrsnetze

Bildvergrößerung: TEN-T Corridor Map 2013
TEN-T Corridor Map 2013, © Europäische Union

Die Hauptstadtregion ist ein wichtiger Knoten im Kernnetz der Transeuropäischen Verkehrskorridore (TEN V). Öffentliche und private Partner aus der Hauptstadtregion haben damit die Möglichkeit, direkte EU-Fördermittel für die Entwicklung entlang der Achsen und im Knoten zu akquirieren.

Nicht zuletzt deshalb vertrat die Gemeinsame Landesplanungsabteilung (GL) die Hauptstadtregion in Abstimmung mit den Verkehrsverwaltungen Berlins und Brandenburgs in den drei Foren vom 29. September bis 2. Oktober in Brüssel zu den für sie relevanten Kernnetzkorridoren

  • Orient – östliches Mittelmeer
  • Nordsee – Baltikum und
  • Skandinavien – Mittelmeer

Grundlage der Foren waren die die jeweiligen Korridore betreffenden Studien und die Maßnahmenpläne. Die Foren boten erstmalig den Regionen die Möglichkeit, sich direkt in den Prozess einzubringen.
Seitens der GL wurde dabei besonders auf die großstädtischen Knoten und die damit in Zusammenhang stehenden Möglichkeiten für die Regionalentwicklung aufmerksam gemacht. In allen Foren wurde für die Teilnahme an der geplanten Knoten-Konferenz in Berlin geworben.

Im Forum des Skandinavien-Mittelmeer Korridors wurde insbesondere die Unterstützung auch kleinerer, regionaler Investitionen und „grüner” Projekte, eine stärkere Berücksichtigung der städtischen Knoten als wichtige Elemente bei der weiteren Arbeit sowie der Aufbau von Plattformen der Regionen entlang des Korridors hervorgehoben. Korridor-Koordinator Pat Cox zeigte sich sehr offen für diese Vorschläge und betonte mehrfach die Bedeutung der Regionen im gesamten Prozess.

Seitens der GL wurde insbesondere auf die Verknüpfung mit der Regionalentwicklung und beim Skandinavien-Mittelmeer-Korridor auf die Zusammenarbeit mit der SCANDRIA®-Allianz hingewiesen. Für die Maßnahmenpläne wurden konkrete Aktionen in der Hauptstadtregion vorgeschlagen, die zuvor in einem Workshop mit Vertretern öffentlich und privater Institutionen ausführlich diskutiert worden waren.

Die 4. Runde der Diskussion zu den Korridorstudien findet vom 17. bis 21.11. 2014 in Brüssel statt. Ziel der GL ist es auch hier, die für die Hauptstadtregion eingebrachten Themen und Maßnahmenvorschläge weiter zu verankern und somit privaten und öffentliche Stellen den Zugang zu den EU Fördermittel soweit möglich zu eröffnen.