TEN-T Berlin-Brandenburg

TEN-T Berlin-Brandenburg: Urban Node Vereinbarung

Bildvergrößerung: Übergabe der Urban Node Vereinbarung auf dem Podium
Übergabe Urban Node Vereinbarung, © GL/eventfotograf-eventfotografie.de

Drei transeuropäische Kernnetzkorridore verlaufen durch die Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg und verbinden die Region mit Europa. Damit einhergehen sowohl Möglichkeiten als auch Verantwortungen, mit denen sich die Region effektiv auseinandersetzen muss. Zur Unterstützung dieses Prozesses wurde während der Urban Node Regionalkonferenz die „Vereinbarung über die weitere Zusammenarbeit der Partner aus der Hauptstadtregion im Urban Node Berlin-Brandenburg“ vorgestellt und den Korridorkoordinatoren Pat Cox (Scan-med), Catherine Trautmann (NSB) als auch den EU-Parlamentariern Joachim Zeller und Michael Cramer übergeben. Initiatoren der Vereinbarung sind die Senatsverwaltungen für Stadtentwicklung und Wirtschaft des Landes Berlin, die Ministerien für Infrastruktur und Wirtschaft des Landes Brandenburg, als auch die IHK Berlin und die IHK Ostbrandenburg. Die Entwicklung als europäischer Verkehrsknoten und Wirtschaftsstandort ist ein dynamischer Prozess, an dem vielfältige Gestalter beteiligt sind. Deshalb sind Stakeholder des Urban Node eingeladen, daran mitzuwirken. Fast dreißig Akteure haben diese Vereinbarung bereits unterzeichnet.

Nun gilt es, den eingeleiteten Prozess weiter fortzuführen, bestehende und künftige Kooperationen auszubauen und die Möglichkeiten regionaler Entwicklung mit europäischem Mehrwert zu verknüpfen und durch die transeuropäische Förderung zu unterstützen.

Urban Node Regionalkonferenz 21.-22.09.2015

Logo Urban Node
© ariadne an der spree

Die Metropolregionen Europas sind als städtische Knoten ein konstituierendes Element im Ende 2013 neu vorgestellten Konzept des „Trans-European Transport Network” (TEN-T). Die Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg liegt im Schnittpunkt dreier transeuropäischer Kernnetzkorridore (Skandinavien-Mittelmeer, Nordsee-Ostsee und Orient/östliches Mittelmeer). Die Herausforderungen und Möglichkeiten, die sich aus der Überlagerung der Verkehrsströme ergeben, erfordern es, dass die städtischen Knoten neue Wege der regionalen und europäischen Kooperation gehen.

Am 21. und 22.09.2015 fand in der IHK Berlin mit mehr als 200 Teilnehmern die Urban Node Regionalkonferenz zur besseren Positionierung der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg in den Kernnetz-Korridoren der TEN V statt. Die Chancen und Herausforderungen für die Hauptstadtregion als ein Urban Node (Städtischer Knoten) standen im Mittelpunkt der Vorträge und Debatten.

Eröffnet wurde die Konferenz für Berlin durch Senator Andreas Geisel, der den Regierenden Bürgermeister vertrat und für Brandenburg durch den Ministerpräsidenten Dietmar Woidke. Ministerpräsident Woidke hob die Förderung der Verbindungen Hamburg – Wittenberge – Berlin, Rostock – Berlin und Berlin – Dresden – Prag hervor und betonte den Ausbau der Verkehrsachsen Berlin – Stettin und Berlin – Cottbus – Breslau für die Verbesserung der deutsch-polnischen Verkehrsinfrastruktur, wodurch die europäische Verkehrspolitik Berlin und Brandenburg zu wirtschaftlichen Standortvorteilen verhelfen wird.

Senator Geisel forderte für die Hauptstadtregion eine klug vernetzte und leistungsstarke Infrastruktur, um die Metropole und die umliegende Region im Herzen Europas weiter zu entwickeln und dabei die energie- und klimapolitischen Ziele zu verfolgen.

Infrastrukturministerin Schneider erinnerte daran, dass die positive Entwicklung der Gewerbestandorte und Logistikzentren im Land Brandenburg unter anderem dem Ausbau der transeuropäischen Netze in den vergangenen 25 Jahren zu verdanken ist.

Grundsätzliche Rede- und Diskussionsbeiträge leisteten die Koordinatoren der transeuropäischen Kernnetzkorridore, Catherine Trautmann und Pat Cox sowie die Europaparlamentarier Michael Cramer und Joachim Zeller, die die bisherige Entwicklung in der Hauptstadtregion auch wesentlich unterstützt haben. Konkrete Diskussionsthemen waren die Bewältigung zunehmender Verkehrsströme sowie Umwelt- und Klimaschutzaspekte, aber auch Strategien zur Abstimmung zwischen EU, Bund, den Regionen und den Kommunen und Kreisen bei anstehenden Projekten.

Die Konferenz wurde gemeinsam von den Ländern Berlin und Brandenburg, mit Unterstützung der IHK Berlin und der Europäischen Kommission organisiert.

Die Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg - Veranstaltungen im europäischen Verkehrsknoten

Bildvergrößerung: Darstellung des TEN-T Knoten
TEN-T Knoten, © Europäische Union

Die Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg hat sich zu einem bedeutenden europäischen Verkehrsknoten entwickelt und nimmt in dem Ende 2013 neu vorgestelltem Konzept des „Trans-European Transport Network” (TEN-T) der EU eine herausgehobene Rolle ein. Als wichtiger geografischer Knotenpunkt liegt die Hauptstadtregion im Schnittpunkt von drei transeuropäischen Kernnetzkorridoren.
Mit der Positionierung im transeuropäischen Verkehrsnetz ergeben sich für die Hauptstadtregion neue Möglichkeiten und Herausforderungen der wirtschaftlichen und infrastrukturellen Entwicklung. Um Vorgehen und Maßnahmen zur Umsetzung der TEN-T Ziele und Förderangebote auszuloten, hat sich seit 2013 eine länder- und ressortübergreifende Arbeitsgruppe in der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg gebildet.

I. Regionaler Workshop “Urban Node des Transeuropäischen Verkehrsnetzes” – 10.10.2014, Berlin
Am 10. Oktober 20104 organisierte die Gemeinsame Landesplanungsabteilung Berlin-Brandenburg einen ersten regionalen Workshop mit dem Titel „Die Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg im Schnittpunkt transeuropäischer Verkehrskorridore – Anforderungen und Möglichkeiten zur Stärkung der Knotenfunktion“. Im Rahmen des Workshops wurde eine regional breit abgestimmte Maßnahmenliste erarbeitet und erfolgreich in den Erarbeitungsprozess der drei Korridorstudien eingebracht. mehr

II. Regionaler Workshop “Urban Node des Transeuropäischen Verkehrsnetzes” – 19.03.2015, Berlin
Infrastrukturstaatssekretärin Katrin Lange diskutierte am 19. März 2015 auf einem Workshop im Ludwig-Erhard-Haus in Berlin mit Vertretern des Bundes sowie Verbänden und Akteuren aus der Region über Fördermöglichkeiten der neuen Transeuropäischen Verkehrsstrategie der Europäischen Union. Insgesamt stehen bis 2020 rund 26 Milliarden Euro für transeuropäische Verkehrsprojekte in Europa zur Verfügung.
Katrin Lange: „Die Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg gilt als „Städtischer Knoten -Urban Node“ im Schnittpunkt europäischer Verkehrskorridore. Damit eröffnen sich Fördermöglichkeiten für Studien und Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur der Region. Es können beispielsweise Vorhabenträger wie Hafenbetreiber oder Güterverkehrszentren von der Förderung profitieren. Ziel ist es, den Verkehr in Europa flüssiger und effizienter zu gestalten. Wir müssen stärker auf Europa schauen und europäische Initiativen aufgreifen, wie z. B. die Fördermittel für die transeuropäischen Verkehrsnetze.“
An diesem Punkt setzte der zweiten Workshop am 19. März 2015 zum Thema „Hauptstadtregion Berlin Brandenburg – URBAN NODE des Transeuropäischen Verkehrsnetzes“ im Ludwig Erhard Haus der Industrie- und Handelskammer Berlin an. Dazu wurden mit regionalen Akteuren Strukturen und Arbeitsprozesse zur Umsetzung von transnational relevanten Maßnahmen in der Hauptstadtregion (sowie Schlussfolgerungen zur Sicherung der Entwicklung als europäischer „URBAN NODE“ in Konzepten, Plänen und Programmen) diskutiert und vorbereitet.
Präsentiert werden die Ergebnisse dieses Prozesses im Rahmen der „URBAN NODE BERLIN-BRANDENBURG Regionalkonferenz” am 21./22. September 2015 im Ludwig Erhard Haus der Industrie- und Handelskammer Berlin. Die Regionalkonferenz im September bildet den diesjährigen Höhepunkt der Veranstaltungsreihe zum URBAN NODE Berlin-Brandenburg mit Gästen der Europäischen Kommission, der Kernnetzkorridore sowie der Bundesebene.

Weitere Informationen zu beiden Veranstaltungen finden Sie unter: Link