Regionales Entwicklungskonzept für den Raum Cottbus Guben Forst

Regionales Entwicklungskonzept für den Raum Cottbus – Guben – Forst (Lausitz)

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Das REK wurde am 25. November 2013 in Cottbus öffentlich präsentiert. Die Repräsentanten der beteiligten Kommunen, Ämter und des Landkreises Spree-Neiße unterzeichneten im Rahmen dieser Veranstaltung mit der Cottbuser Erklärung ein Bekenntnis zur Intensivierung der Zusammenarbeit. Ziel ist die Gestaltung einer zukunftsfähigen noch wettbewerbsstärkeren Region durch effektivere Nutzung der vorhandenen Potenziale.

Auf der Konferenz im historischen Stadthaus Cottbus wurden unter Anwesenheit von Frau Staatssekretärin Kathrin Schneider und mehr als 60 Teilnehmern aus der der Region die Ergebnisse der Untersuchungen und Abstimmungen vorgestellt (Vorträge , Fotogalerie , © die raumplaner). Das Konzept enthält neben einer umfangreichen Potenzialanalyse eine gemeinsam mit der Region erarbeitete Entwicklungsstrategie (Leitbilder) und Handlungsvorschläge in zehn Maßnahmenkomplexen. Diese setzen einerseits den Rahmen für die weitere Zusammenarbeit und Entwicklung der Region und können andererseits als solide Basis für künftige Fördermittelanträge genutzt werden. Besondere Hoffnung seitens der regionalen Akteure liegt hierbei auf der neuen EU-Strukturfonds-Förderperiode mit der Ausrichtung auf Zusammenarbeit städtischer und ländlicher Räume.

Insbesondere Zusammenarbeit und Vernetzung stehen im Mittelpunkt dieses REK, wobei möglichst auf vorhandene Ansätze aufgebaut werden soll. Im Verlauf des Arbeitsprozesses wurde deutlich, dass es in der Region eine Vielzahl innovativer und zukunftsfähiger Aktivitäten und Ideen gibt; Schwachstellen liegen allerdings so manches Mal in der fehlenden Bekanntheit bzw. im lokal begrenzten Agieren.

Den Auftakt für die Umsetzungsphase setzten die Repräsentanten von Kommunen, Ämtern und dem Landkreis Spree-Neiße mit der Unterzeichnung der Cottbuser Erklärung , eine gemeinsamen Absichtserklärung zur Kooperation im Sinne der REK-Ergebnisse. Außerdem wurden nachahmenswerte Beispiele aus der eigenen Region und der Region Teltow-Fläming vorgestellt.

Der ausführliche Endbericht wurde den kommunalen Partnern übergeben und ist unter vorstehendem Link öffentlich einsehrbar. Außerdem sind in einer Kurzfassung die Ergebnisse der Untersuchung sehr anschaulich dargestellt. Diese Kurzfassung steht in den Kommunen und Ämtern zur Verfügung und kann über das Referat GL 4 als Broschüre bezogen werden.

Das Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft hat diese informelle Planung insbesondere durch die Finanzierung und die Koordinierung der Erarbeitung unterstützt. Die Verantwortung für Umsetzung und weitere Arbeit wurde im Rahmen der Konferenz in kommunale Hand übergeben. Die Städte Cottbus und Peitz haben sich bereit erklärt, den Aufbau des Regionalen Koordinierungsgremiums federführend zu steuern.

Begleitet wurde der Prozess durch das professionell agierende Gutachterteam aus den Unternehmen die raumplaner, BTE Tourismus und Regionalentwicklung und INPOLIS UCE.

Zur Historie:
Die Gemeinsame Landesplanungsabteilung hat im Oktober 2011 in enger Abstimmung mit der Region die Erarbeitung eines Regionalen Entwicklungskonzeptes (REK) für den Raum Cottbus – Guben – Forst beauftragt (Arbeitsgemeinschaft der Büros die raumplaner, BTE und INPOLIS UCE). Mit diesem Konzept, dessen Bearbeitung sehr abstimmungsintensiv verlief, soll die interkommunale Entwicklung der drei Mittelbereiche aus landesplanerischer Sicht unterstützt werden.

Der Geltungsbereich umfasst die Mittelbereiche der Städte Cottbus, Guben und Forst (L.) entsprechend dem Landesentwicklungsplan Berlin-Brandenburg (LEP B-B). Ausgangspunkt der Untersuchun-gen waren die vom Braunkohlenbergbau beeinträchtigten Bereiche östlich und nördlich von Cottbus. In diesem Kernraum grenzen die Mittelbereiche Cottbus, Guben und Forst (L.) aneinander, so dass jeweils Teilflächen betroffen sind. Schwerpunktmäßig wurden im REK neben weiteren Themenfeldern der Regionalentwicklung die Nutzung der vorhandenen und entstehenden Ressourcen zur Schaffung von Freizeit- und Naherholungsräumen untersucht.

Zur fachlichen Begleitung des Prozesses arbeitete eine Steuerungsgruppe aus kommunalen Vertretern und Vertretern wesentlicher Unternehmen, Verbänden und Gremien der Region. Es fanden eine öffentliche Auftaktveranstaltung unter Anwesenheit von Staatssekretär Rainer Bretschneider am 16.02.2012 in Forst, die Zukunftswerkstatt in Guben sowie die Strategiewerkstatt in Peitz statt.