Modellvorhaben der Raumordnung (MORO) "Kooperation und Vernetzung im Nordosten"

Im Rahmen der Umsetzung der raumordnerischen Leitbilder des Bundes hat das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) im Jahr 2007 das Modellvorhaben der Raumordnung „Überregionale Partnerschaften – Innovative Projekte zur stadtregionalen Kooperation, Vernetzung und gemeinsamen großräumigen Verantwortung“ ausgelobt Weitere Informationen.

Der gemeinsame Projektantrag der drei Länder Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern mit dem Titel „Kooperation und Vernetzung im Nordosten“ wurde bei der Auswahl berücksichtigt.

Das Modellvorhaben lief von Januar 2008 bis Juni 2010. Es wurde vom BMVBS gefördert und von den drei Ländern und beteiligten Kommunen kofinanziert. Die Leitung des Projektes lag bei der Gemeinsamen Landesplanungsabteilung Berlin-Brandenburg. Eine Broschüre mit einer Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse wurde im November 2010 veröffentlicht.

In einer Dreiländerkonferenz am 8. Dezember 2010 wurde die Erfahrungen des Modellvorhabens ausgewertet und Ansatzpunkte einer vertieften Zusammenarbeit in der Region erörtert (mehr).

Das Ziel der Projektpartnerschaft war es, auf vier Handlungsebenen (Kooperationen auf Ebene des Gesamtraums, auf der Ebene von Regionen, auf der Ebene von Städten und auf der Ebene von Ämtern und Gemeinden) den Zusammenhalt im Nordosten zu stärken und die wirtschaftliche Entwicklung des Gesamtraumes und in den Teilräumen zu unterstützen. Das Projekt „Kooperation und Vernetzung im Nordosten“ sollte die erheblichen Potentiale der Region als Logistikdrehscheibe zwischen den deutschen Ostseehäfen und der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg aktivieren helfen sowie einen Beitrag zur Profilierung des zentraleuropäischen Ostsee-Adria-Korridors leisten.

Mehr als zwanzig öffentliche und private Partner, darunter fünf Industrie- und Handelskammern, zahlreiche Kommunen, die Seehäfen Rostock und Sassnitz, vier Regionale Planungsverbände sowie Landkreise waren beteiligt. Von ihrer Zusammenarbeit wurde ein erhöhtes Verantwortungsbewusstsein für die wirtschaftliche Entwicklung des Gesamtraums mit der Metropole, den Städten und den ländlichen Räumen und ein Beitrag zu mehr Beschäftigung vor allem in den Branchen Verkehr und Logistik, Energie, Ernährung sowie Maschinenbau erwartet.

In fünf Modulen wurden akteursspezifisch und räumlich differenziert die Kernfragen des Vorhabens bearbeitet:

Ergänzend zu der Arbeit in den fünf Modulen befasste sich im März 2009 eine Konferenz in Neuruppin speziell mit den Entwicklungschancen der metropolfernen, ländlichen Räume.