Raumordnungsverfahren OPAL: Vereinbarkeit mit den Erfordernissen der Raumordnung ist möglich

Bildvergrößerung: ROV Opal Brandenburg Nord
ROV Opal Brandenburg Nord, © GL

Die Erdgastransportleitung OPAL (Ostsee-Pipeline-Anbindungsleitung) ist ein Projekt der WINGAS GmbH & Co. KG zur landseitigen Anbindung der Ostseepipeline, die ab 2012 russisches Erdgas durch die Ostsee nach Deutschland transportiert. Die OPAL soll auf einer Länge von ca. 470 km durch die Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen verlaufen. Mit einem Leitungsdurchmesser von 1400 mm und einem Betriebsdruck von 100 bar wird das Gas bis an die tschechische Grenze geleitet. Zur Aufrechterhaltung des Transportdrucks muss auf etwa der Hälfte der Strecke eine Gasverdichterstation eingeplant werden, die eine Fläche von 4 ha beansprucht.

Die Erdgastransportleitung soll, soweit möglich, über Acker- und Brachflächen, in Waldschneisen und parallel zu bereits vorhandenen Trassen der technischen Infrastruktur (Freileitungen, Straßen, andere Rohrleitungen) und vollständig unterirdisch mit einer Erdüberdeckung von mindestens 1 m verlegt werden. Im Abstand von jeweils 10 bis 18 km sind Absperrstationen (je ca. 1.250 m² inkl. eines 700 m² umlaufenden Bepflanzungsstreifens) geplant. Während der Baumaßnahme sind Arbeitsstreifenbreiten von 36 m im freien Gelände und 30 m in Waldbereichen vorgesehen. Der nach der Verlegung notwendigerweise anzulegende Schutzstreifen wird eine Breite von insgesamt 10 m besitzen, darin ist ein holzfrei zu haltender Streifen von 6,4 m Breite eingeschlossen.

Bildvergrößerung: ROV Opal Brandenburg Süd
ROV Opal Brandenburg Süd

Aufgrund der Gesamtlänge von 270 km im Land Brandenburg und der großen Anzahl der durch das Vorhaben berührten Träger öffentlicher Belange wurde vereinbart, die OPAL in zwei parallel geführten Raumordnungsverfahren (ROV) für den „Abschnitt Brandenburg Nord“ und den „Abschnitt Brandenburg Süd“ zu prüfen. In beiden Raumordnungsverfahren stellte die Gemeinsame Landesplanungsabteilung in der abschließenden landesplanerischen Beurteilung eine Vereinbarkeit mit den Erfordernissen der Raumordnung fest, sofern die erteilten Maßgaben umgesetzt werden. Zudem konnte ein raumverträglicher Gasverdichterstandort in Baruth/Mark, Ortsteil Radeland, ermittelt werden.

Im Anschluss an die ROV führt das Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe Brandenburg (LBGR) das Planfeststellungsverfahren für die Gastransportleitung durch.