Die Gemeinsame Landesplanungsabteilung hat am 14. Dezember 2011 die Antragskonferenz zum Raumordnungsverfahren (ROV) für das Vorhaben „380-kV-Freileitung 3. Interconnector Eisenhüttenstadt - Plewiska (Polen) und Verstärkung Netzanschluss Umspannwerk Eisenhüttenstadt“ durchgeführt. Mit dieser geplanten 3. Stromverbindung im Höchstspannungsnetz zwischen Deutschland und Polen soll der Stromhandel innerhalb der EU gefördert werden.
Die Antragskonferenz diente der Vorbereitung des ROV. Trägerin der Planung ist die 50Hertz Transmission GmbH, die das Vorhaben in der Antragskonferenz vorgestellt hat. Weitere Teilnehmer waren Vertreter der betroffenen Ämter, Gemeinden, des Landkreises Oder-Spree, der Regionalen Planungsstelle Oderland-Spree, der Fachbehörden und der Zulassungsbehörde sowie des polnischen Projektpartners PSE-O.
In diesem ROV wird es eine grenzüberschreitende Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) geben, in der auch Auswirkungen auf den polnischen Grenzraum betrachtet werden. Deshalb ist die Generaldirektion Umweltschutz Warschau an der grenzüberschreitenden UVP beteiligt.
In der Antragskonferenz wurden insbesondere der Untersuchungsraum und -rahmen für die Raum- und grenzüberschreitende Umweltverträglichkeitsuntersuchung sowie die raumordnerische FFH-Verträglichkeitsprüfung erörtert. Im Protokoll werden die Anforderungen an die Verfahrensunterlagen festgelegt. Sobald diese vollständig in der GL vorliegen, wird das ROV eröffnet. Die Öffentlichkeit wird beteiligt.


