Neue interkommunale Kooperationsvorhaben

KNF
Bild: GL

Für die Umsetzung der gemeinsamen Landesentwicklungsplanung sind die Brandenburger Städte, Gemeinden und Landkreise sowie die Berliner Bezirke wichtige Akteure, um in den unterschiedlichen Raumkategorien der Hauptstadtregion gute und vor allem passgenaue Antworten zur Gestaltung von Wachstum zu finden. Sie können über ihre eigenen kommunalen Konzepte hinaus durch interkommunale Kooperationen und regionale Entwicklungskonzepte ihre Aktivitäten besser aufeinander abstimmen, in Ihrer Wirkung verstärken und dadurch ganz wesentlich das Gesicht ihrer Region prägen.

Was in Berlin und im Berliner Umland angesichts dort zunehmender „Wachstumsschmerzen“ zielführende interkommunale Vorgehensweisen sind, bedarf für Städte der zweiten Reihe und deren Umland bzw. für die Nutzung von Wachstumsimpulsen im ländlichen Raum, die ausgehend von Stettin, Hamburg, Leipzig/Dresden etc. von außen auf die Hauptstadtregion einwirken, nochmals einen eigenen, ganz spezifischen Ansatz.

Deshalb stellt die Gemeinsame Landesplanungsabteilung verschiedene Unterstützungsangebote zur Initiierung entwicklungsbezogener interkommunale Kooperationsvorhaben für die Gestaltung des Wachstums zeitlich gestaffelt in drei Kategorien bereit:
I. Berlin und Berliner Umland
II. Städte der zweiten Reihe und ihr Umland
III. Ländlicher Raum; u.a. durch die Nutzung von Entwicklungsimpulsen aus anderen Metropolräumen (Stettin, Hamburg, Leipzig, Dresden)

In einem ersten Schritt werden zwischen Berliner Bezirken und Städten / Gemeinden und Landkreisen im Berliner Umland interkommunale Kooperationen für Fragestellungen, die sich aufgrund der anhaltenden Wachstumsdynamik nicht mehr allein innerhalb der eigenen Zuständigkeitsbereiche zufriedenstellend lösen lassen, befördert (Modul I). Angebote für Städte der zweiten Reihe (Modul II) und Entwicklungsräume/ -regionen im Ländlichen Raum (Modul III) werden zeitlich versetzt folgen. Alle Module sind Teil eines Werkzeugkastens Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg, der für unterschiedliche Fragestellungen und Herausforderungen in einzelnen Teilräumen der Hauptstadtregion projektorientierte Lösungsansätze enthält, die aufeinander abgestimmt sind und immer das große Ganze, nämlich eine gute Entwicklung von Berlin und ganz Brandenburg, im Blick haben. Sie sollen sich wechselseitig ergänzen und verstärken.