Leuchtturmprojekte

Regionale Kooperationsvorhaben Berlin und Berliner Umland
Bild: GL

Durch die fachliche und finanzielle Unterstützung interkommunaler Lösungsansätze, die quasi wie „Lupen“ auf neuralgische Punkte innerhalb der Siedlungsachsen des Siedlungssterns gelegt werden, sollen Leuchtturmprojekte für die Zusammenarbeit zwischen Berliner Bezirken und den Gemeinden im Berliner Umland entstehen, die gezielt vorhandene Wachstumshemmnisse abbauen. Vorgesehen ist, innerhalb von zwei Jahren konkrete Ergebnisse sichtbar zu machen, die auch auf andere Kommunen übertragbar sind. In den Jahren 2021/2022 sollen dann weitere erfolgsversprechende Projekte in einer zweiten Projektrunde unterstützt werden.

  1. Bisheriger Projektverlauf
    Die GL hatte im Frühjahr 2019 zum Einreichen geeigneter Projektideen aufgerufen (s. Dokument Teilnahmevoraussetzungen). Im Juli 2019 wurden von einer Jury drei Vorschläge zur Umsetzung ausgewählt. Die Vorhaben stellen sich ganz unterschiedlichen Herausforderungen des Wachstums. Die drei Partnerschaften und ihre Aufgabenstellungen sind:
  • Länderübergreifende Entwicklung von Wohnen und Bildung in der S5-/RB26-Region: Wie kann der regionale Mehrbedarf an sozialer Infrastruktur, insbesondere für Schulen und Kindergärten, ermittelt und untereinander abstimmt werden? Ziel ist es, ein Planungstool zu entwickeln um gemeinsam neue Bildungsstandorte zu ermitteln. Beteiligt sind der Bezirk Marzahn-Hellersdorf und der Landkreis Märkisch-Oderland mit den Städten Altlandsberg und Strausberg, den Gemeinden Hoppegarten, Neuenhagen bei Berlin, Fredersdorf-Vogelsdorf, Petershagen/Eggersdorf, Rüdersdorf bei Berlin und Rehfelde sowie die Regionale Planungsgemeinschaft Oderland-Spree.
  • Radschnellwegeverbindungen Südwest: Wie kann länderübergreifend eine attraktive Radverkehrsinfrastruktur entwickelt werden, um insbesondere auch Pendlern attraktive umweltfreundliche Verkehrsangebote zu eröffnen? Für dieses Projekt haben sich der Landkreis Potsdam-Mittelmark, der Bezirk Steglitz-Zehlendorf und die Berliner Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, die Landeshauptstadt Potsdam, die Städte Teltow und Werder (Havel) sowie die Gemeinden Kleinmachnow, Stahnsdorf, Nuthetal und Schwielowsee zusammengetan.
  • Bündelung der Stückgutverkehre ausgehend vom Güterverkehrszentrum (GVZ) Großbeeren: Was kann getan werden, um den Stückguttransport zwischen dem GVZ Großbeeren und dem Gewerbe- und Industriegebiet Motzener Straße im Bezirk Tempelhof-Schöneberg besser zu bündeln, um die Wirtschaftsverkehre zu minimieren? Dieser Frage stellen sich gemeinsam die Stadt Ludwigsfelde, der Bezirk Tempelhof-Schöneberg und die Gemeinde Großbeeren sowie als Partner der Wirtschaft das Unternehmensnetzwerk Motzener Straße e.V. und die Potsdamer IPG Infrastruktur- und Projektentwicklungsgesellschaft mbH.

2. Aktueller Projektstand:

  • Im Zeitraum August bis November haben die drei ausgewählten Projekte eine Qualifizierungsphase durchlaufen. Sie erarbeiteten mit Unterstützung der durch die GL bereitgestellten Projektassistenz detaillierte Projektbeschreibungen sowie Zeit- und Finanzierungspläne.
  • Auf Basis dieser inhaltlichen Klärungen wurde in jedem der drei Projekte eine Kooperationsvereinbarung erarbeitet und von den Hauptverwaltungsbeamten bzw. Geschäftsführern unterzeichnet.
  • Am 20. November 2019 wurden im Rahmen einer Auftaktveranstaltung die Finanzierungsvereinbarungen zwischen beiden Ländern (GL) und den Lead-Partnern der drei ausgewählten Projekte feierlich unterzeichnet (s. Einladung Auftaktveranstaltung). Damit ist dann der Weg vollends frei für die gemeinsame Projektarbeit.