Einzugsbereich des Umfeldentwicklungskonzeptes

Tesla-Untersuchungsraum
Abgrenzung des Untersuchungsraumes
Bild: GL

Der Einzugsbereich für die Fachkräfte und damit das Wohnumfeld der geplanten Gigafactory reichen weit über Grünheide hinaus. Die Städte und Gemeinden im Umfeld des Standortes stehen vor der Chance und Herausforderung, attraktive Wohnstandorte für die Tesla-Beschäftigten und damit einhergehend ausreichend Versorgungsinfrastruktur (z. B. Kitas und Schulen) sowie gewerbliche Flächen für Zulieferer oder Dienstleister vorzuhalten bzw. zu entwickeln. Damit eng verbunden sind auch Erreichbarkeits- und Mobilitätsfragen, genauso wie der Schutz der Frei- und Grünräume in der Region.

Großes Potential für attraktive Wohnungen und Gewerbeansiedlungen besteht an mehreren Orten, zum Beispiel in den per Schiene und Autobahn gut erreichbaren Städten Fürstenwalde und dem Oberzentrum Frankfurt (Oder). Aber auch in den kleineren Städten und Gemeinden im direkten Umfeld der Ansiedlung gibt es Möglichkeiten, attraktiven Wohnraum zu schaffen.

Um die mit der Ansiedlung verbundenen Chancen effektiv zu nutzen und die regionalen Auswirkungen raumverträglich und identitätswahrend zu gestalten, wurde am 28.05.2020 von den Ländern Brandenburg und Berlin, der Regionalen Planungsgemeinschaft Oderland-Spree, dem Landkreis Oder-Spree, 13 weiteren Ämtern, Städten und Gemeinden sowie dem Bezirk Treptow-Köpenick von Berlin eine Gemeinsame Erklärung für die Erarbeitung eines Umfeldkonzeptes unterzeichnet. Dieser Raum wurde als landesplanerisch geeignete Kulisse zur Identifikation geeigneter Flächen für die durch die Tesla-Ansiedlung induzierten Siedlungsentwicklungsmaßnahmen anhand von zwei Kriterien abgegrenzt:

  • Entfernung zum Ansiedlungsstandort in maximal 15 Minuten PKW-Fahrzeit
  • SPNV-Anbindung an der RE1-Achse Berlin – Frankfurt (Oder) mit eigenen Haltepunkt im Stadt-/Gemeindegebiet bzw. im Amtsbereich.

Mit dieser Abgrenzung ist die Intention verbunden, das Siedlungswachstum regional so zu gestalten, dass entstehende Verkehre minimiert und die Entwicklungen verträglich umgesetzt werden.

Zwischen der Gemeinsamen Landesplanungsabteilung Berlin-Brandenburg und den Kommunen soll im Laufe eines Jahres ein landesplanerisches Konzept zur strategischen Entwicklung des regionalen Umfeldes der Tesla-Ansiedlung erarbeitet werden, bei dem für diese Herausforderungen und Chancen Lösungen entwickelt werden.

In Orten, die nicht diesem Entwicklungskorridor zuzurechnen sind, kann zusätzliches Siedlungswachstum im Rahmen der zur Verfügung stehenden landes- und regionalplanerischen Zuwachspotenziale verwirklicht werden (siehe nachfolgender Abschnitt). Es gibt damit auch außerhalb des betrachteten Raumes Möglichkeiten, im Zusammenhang mit Tesla stehende kommunale Entwicklungschancen in den Blick zu nehmen.