Neues Key Point Papier der Interreg BSR Access Projektplattform zur Einbindung städtischer Knoten im Ostseeraum in das TEN-V liegt vor

Städtische Knoten liegen im Fokus des im dritten Quartal 2021 anstehenden Revisionsprozesses der TEN-V Verordnung. Ein neues Key Point Papier der BSR Access Projektplattform stellt politische Handlungsempfehlungen für die Einbindung städtischer Knoten im Ostseeraum in das TEN-V-Netz vor und fasst die Ergebnisse aus Interviews und einem Webinar mit verschiedenen Anspruchsgruppen zusammen. Das Papier richtet sich an politische Entscheidungstragende auf europäischer, nationaler, regionaler und lokaler Ebene.

Die Studie untersucht städtische Knoten im Ostseeraum im Hinblick auf potenzielle Herausforderungen in ihrer Rolle als Schnittstelle zwischen städtischer Mobilität und transeuropäischem Verkehr. Gemäß Anhang II der Verordnung (EU) Nr. 1315/2013 schließt das Papier alle städtischen Knoten im Ostseeraum sowie Oslo und Sankt Petersburg ein. Best Practice Beispiele sollen Lösungen für multimodale Dienste im Güter- und Personenverkehrsraum und den Einsatz sauberer Kraftstoffe in städtischen Knoten einschließlich der Verbindungen auf der ersten und letzten Meile bieten.

Laut Autor:innen bedarf es einer Weiterentwicklung der Definition von städtischen Knoten und einer Anpassung des transeuropäischen Verkehrsnetzes. Im Mittelpunkt müssen dabei das Verhältnis von sowie Verbindungspunkte zwischen städtischem und europäischem Netz stehen und dynamische Entwicklungen in städtischen Knoten, zum Beispiel des Marktes, Innovationen, politische Entscheidungen und globale Herausforderungen wie des Klimawandels berücksichtigen.

Um den aktuellen und zukünftigen Mobilitätsbedürfnissen gerecht zu werden und die Verkehrswende gelingen zu lassen, bedarf es steigender Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur. Städtische Knoten sollten daher „intelligente Finanzierungsmodelle“ nutzen und stärker fördern, die einer nachhaltigen Verkehrsentwicklung entsprechen.

Die Projektplattform BSR Access bündelt Kompetenzen und Geografien in den Themen Interoperabilität und Regionalentwicklung aller beteiligten Projekte und Organisationen im Ostseeraum im Rahmen einer Kooperationsplattform.

Das Key Point Papier stellt ein Projektergebnis der Gemeinsamen Landesplanungsabteilung Berlin-Brandenburg dar.

Zum Download des Key Point Papieres:

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