Teilnehmer des Projektes MORO ROBau
Teilnehmer des Projektes MORO ROBauBild: Felix Zahn

MORO ROBau: Forschungsprojekt zu Raumordnung und Wohnungsbau erfolgreich abgeschlossen

Auf zwei Abschlussveranstaltungen hat die Gemeinsame Landesplanungsabteilung Berlin-Brandenburg (GL) im Frühjahr 2026 die Ergebnisse ihres zweijährigen Forschungsprojekts zur Weiterentwicklung raumordnerischer Instrumente zur Wohnsiedlungsentwicklung vorgestellt.

Im Sommer 2024 hatte der Bund die Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg als eine von bundesweit vier Modellregionen des Modellvorhabens der Raumordnung (MORO) „Mehr Wohnungsbau ermöglichen: Raumordnung und interkommunale Kooperation als Wege aus der Wohnungsnot“ ausgewählt. Im Mittelpunkt des MOROs stand die Frage, welche Beiträge die Raumordnung und interkommunale Kooperation leisten können, um in Regionen mit angespannten Wohnungsmärkten bedarfsgerechten Wohnungsneubau zu forcieren.

Nach einer Projektlaufzeit von zwei Jahren haben die GL und ihre Projektpartner  das zweijährigen Forschungsvorhaben „ROBau – Instrumente der RaumOrdnung für mehr WohnungsBau neu denken“ nun abgeschlossen. Als Ergebnisse liegen unter anderem Empfehlungen zur gezielten Unterstützung der bestehenden und einer möglichen Ausgestaltung zukünftiger Instrumente der Raumordnung vor. Zeitnah wird zudem eine Arbeitshilfe für die kommunale Ebene zur Verfügung stehen.

Regionale Abschlussveranstaltung der GL für die Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg

Am 14. April 2026 kam in Potsdam das Netzwerk der regionalen Projektpartner zusammen, um die erzielten Ergebnisse zu diskutieren und diese zu reflektieren. Zu den Projektpartnern aus der Hauptstadtregion gehören die für Wohnungsbau zuständigen Fachabteilungen im Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung (MIL) des Landes Brandenburg sowie der Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen (SenStadt), die Regionalen Planungsgemeinschaften Havelland-Fläming und Oderland-Spree, die Städte Ludwigsfelde und Frankfurt (Oder), der Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen (BBU) sowie das Landesamt für Bauen und Verkehr des Landes Brandenburg (LBV).

Perspektiven des Bundes sowie zentrale Ergebnisse der Begleitforschung des bundesweiten MOROs wurden durch das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) sowie das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu) vorgestellt.

Im Austausch mit den Projektpartnern wurde deutlich, dass die Ergebnisse hilfreiche Ansatzpunkte und Grundlagen für die Unterstützung der Kommunen bei der Aktivierung von Wohnbauflächen und die weitere räumliche Steuerung bieten. Zudem wurde hervorgehoben, dass das Projekt den Austausch und die Kommunikation zwischen kommunaler, regionaler und Landesebene zu Fragen der Wohnsiedlungsentwicklung verbessert habe. Bezüglich der Umsetzung würden kurz- und mittelfristig vor allem die informellen Instrumente in den Blick genommen werden können, während die formellen Instrumente mittel- bis langfristig als Grundlagen einer Weiterentwicklung und Neujustierung des landesplanerischen Instrumentariums für die Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg Anwendung finden sollen.

Fachkonferenz des Bundes in Berlin

Die Ergebnisse des ROBau-Forschungsprojekts stellte Manuela Hahn, Abteilungsleiterin der GL, am 22. April 2026 auch auf der durch den Bund in Berlin ausgerichteten Fachkonferenz „Neubau für den Wohnungsbedarf: Rolle und Aufgaben der Raumordnung“ vor. Hier wurden der interessierten Fachöffentlichkeit die Ergebnisse aus Berlin-Brandenburg gemeinsam mit jenen aus drei weiteren Modellregionen sowie den seitens der Begleitforschung des Bundes abgeleiteten Handlungsempfehlungen der Fachöffentlichkeit präsentiert. Eine Podiumsdiskussion über den Beitrag der Raumordnung zur Entlastung angespannter Wohnungsmärkte nahm unter anderem eine durch den Bund geplante Novelle des Raumordnungsgesetzes (ROG) sowie ein mögliches neues MORO zum Thema Siedlungsdichte in den Blick, das auf den Ergebnissen des nun abgeschlossenen MOROs „Mehr Wohnungsbau ermöglichen“ aufbauen könne.

Weitere Informationen zum Projekt sowie ausgewählte Ergebnisse zum Download finden Sie hier: