Das Bild zeigt ein Ausschnitt aus der Festlegungskarte des Landesentwicklungsplans Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg (LEP HR) mit den Gebietskulissen des Gestaltungsraumes Siedlung (rotes Punktraster) und des Freiraumverbundes (grüne Schraffur). Des Weiteren sind die Zentralen Orte mit den Stufen Metropole, Oberzentren und Mittelzentren bzw. Mittelzentren in Funktionsteilung dargestellt. Der Kartenausschnitt erstreckt sich von der westlichen bis zur östlichen Landesgrenze Brandenburgs. In der Mitte des Bildes befindet sich Berlin und das Berliner Umland.
Bild: GL

Landesentwicklungsplan Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg (LEP HR)

Der Landesentwicklungsplan Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg (LEP HR) definiert den raumordnerischen Rahmen für die räumliche Entwicklung in der Hauptstadtregion. Der LEP HR ist am 1. Juli 2019 in Kraft getreten und enthält landesplanerische Festlegungen zu folgenden Themen:

Hauptstadtregion

Die räumlichen Strukturen in der Hauptstadtregion werden beschrieben und differenziert adressiert. Die Einbindung der Hauptstadtregion in nationale und internationale Verflechtungen, einschließlich der Intensivierung der Verflechtungsbeziehungen zum polnischen Nachbarn und die Nutzung von Lagevorteilen zum osteuropäischen Raum werden raumordnerisch vorgezeichnet.

Wirtschaftliche Entwicklung, Gewerbe und großflächiger Einzelhandel

Ein aktiver Umgang mit den Herausforderungen des Strukturwandels, die Weiterentwicklung von Logistikfunktionen, die flächendeckende Nutzung von leistungsfähiger Informations- und Kommunikationsinfrastruktur werden vorangetrieben. Der gewerblichen Entwicklung wird im gesamten Planungsraum ausreichend Spielraum gegeben, wobei gewerbliche Nutzungen möglichst an bestehende Siedlungsflächen angebunden werden sollen. Die Entwicklung des großflächigen Einzelhandels wird räumlich geordnet und zu diesem Zweck regelmäßig auf Zentrale Orte konzentriert. Zur Stärkung der Innenstädte und des innerstädtischen Einzelhandels sind großflächige Einzelhandelseinrichtungen mit sonstigen zentrenrelevanten Sortimenten an Zentrale Versorgungsbereiche gebunden.

Zentrale Orte, Grundversorgung und Grundfunktionale Schwerpunkte

Neben der flächendeckenden Sicherung der Grundversorgung wird zur räumlichen Ordnung der übergemeindlich wirkenden Daseinsvorsorge ein flächendeckendes System Zentraler Orte mit 3 Stufen (Metropole, Oberzentren, Mittelzentren), die als räumlich-funktionale Schwerpunkte komplexe Funktionen für ihr jeweiliges Umland erfüllen, abschließend festgelegt. Durch die Regionalplanung sollen Ortsteile, in denen sich wichtige Funktionen der überörtlich wirkenden Daseinsvorsorge räumlich konzentrieren, als Grundfunktionale Schwerpunkte festgelegt werden.

Kulturlandschaften und ländliche Räume

Kulturlandschaften sollen auf regionaler Ebene als Handlungsräume für integrierte Entwicklungsprozesse zwischen Stadt und Land identifiziert und entwickelt werden. Ihre Vielfalt und Entwicklungspotenziale sollen gesichert und Brandenburger Landstädte als Ankerpunkte der Kulturlandschaft weiterentwickelt werden. Die ländlichen Räume sollen in ihrer Differenzierung bewahrt und als eigenständige, attraktive Lebens- und Wirtschaftsräume weiterentwickelt werden.

Siedlungsentwicklung

Bei der Entwicklung neuer Siedlungsflächen hat die Innenentwicklung Vorrang, eine weitere Zersiedelung soll vermieden werden. Berlin und die Brandenburger Gemeinden des Berliner Umlandes mit leistungsfähiger Schienenanbindung (Gestaltungsraum Siedlung) sowie die Zentralen Orte des Weiteren Metropolenraums stellen Schwerpunkte der Wohnsiedlungsentwicklung dar. Hier wird die Planung neuer Wohnbauflächen quantitativ nicht begrenzt. Weitere Schwerpunkte sind die regionalplanerisch als Grundfunktionale Schwerpunkte festgelegten Ortsteile, die über die Eigenentwicklung hinaus zusätzliche Entwicklungsmöglichkeiten haben (Wachstumsreserve). Außerhalb der genannten Schwerpunkte zielt die Entwicklung von Wohnsiedlungsflächen auf die Sicherung des örtlichen Bedarfs ab (Eigenentwicklung). Bei der Planung neuer Gewerbeflächen bestehen keinerlei quantitative Begrenzungen.

Freiraumentwicklung

Der bestehende Freiraum soll in seiner Multifunktionalität erhalten und entwickelt werden. Der Freiraumschutz ist bei allen Planungen und Maßnahmen zu berücksichtigen. Der landwirtschaftlichen Bodennutzung ist gegenüber anderen Nutzungen besonderes Gewicht beizumessen. Möglichkeiten der nachhaltigen, ökologischen landwirtschaftlichen Produktion sollen besondere Bedeutung erhalten. Durch die Festlegung eines Freiraumverbundes werden Freiräume mit hochwertigen Funktionen räumlich vernetzt und vor raumbedeutsamer Inanspruchnahme und Zerschneidung gesichert. Die Gebietsabgrenzung des Freiraumverbundes soll in der Regionalplanung konkretisiert werden.

Verkehrs- und Infrastrukturentwicklung

Zur Sicherung der übergeordneten Erreichbarkeit der Metropolregion und der Zentralen Orte werden transnationale Verkehrskorridore sowie ein Basisnetz großräumiger und überregionaler Verkehrsverbindungen verankert.

Klima, Hochwasser und Energie

Der Klimaschutz soll bei der Siedlungs- und Verkehrsflächenentwicklung angestrebt werden. Natürliche Kohlenstoffsenken sollen im Freiraumverbundsystem erhalten und entwickelt werden. Eine Anpassung an die Folgen des Klimawandels wird bei allen Planungen und Maßnahmen, insbesondere durch vorbeugenden Hochwasserschutz, sichergestellt. Die Sicherung der Gewinnung und Nutzung einheimischer Bodenschätze und Energieträger im Land Brandenburg ist anzustreben. Gebietsfestlegungen für Windenergienutzung und für den vorbeugenden Hochwasserschutz werden der Regionalplanung aufgegeben.

Interkommunale und regionale Kooperation

Transnationale, regionale und interkommunale Kooperationen sollen vorangetrieben werden.

Der LEP HR wird im Land Brandenburg durch die Regionalplanung und im Land Berlin durch die regionalplanerischen Inhalte in der Flächennutzungsplanung weiter konkretisiert.

Weiterführende Links und Downloads zum LEP HR



LEP HR nichtamtliche Arbeitsfassung – Text

Dokument: 10 MB


LEP HR nichtamtliche Arbeitsfassung – Festlegungskarte

Dokument: 10 MB

Einzelne Kartenausschnitte der Festlegungskarte, deren Legende sowie die Vignette können hier heruntergeladen und mit einem Standarddrucker im DIN A4-Format ausgedruckt werden.

Kartenportal:

GIS-Daten:


Informationen zum Erarbeitungsverfahren (2015 – 2019)



Bericht über das Erarbeitungsverfahren zum LEP HR

Dokument: 9 MB

Zum 1. Entwurf des LEP HR



Abwägungsdokumentation zum 1. Entwurf des LEP HR Seite 1 bis 4001

Dokument: 8 MB


Abwägungsdokumentation zum 1. Entwurf des LEP HR Seite 4002 bis 7754

Dokument: 7 MB


Dokumentation zum Umweltbericht LEP HR 1. Entwurf

Dokument: 321 kB

Zum 2. Entwurf des LEP HR



Zweckdienliche Unterlage zum 2. Entwurf des LEP HR

Dokument: 36 MB


Abwägungsdokumentation zum 2. Entwurf des LEP HR Seite 1 bis 3672

Dokument: 8 MB


Abwägungsdokumentation zum 2. Entwurf des LEP HR Seite 3673 bis 6688

Dokument: 6 MB


Dokumentation zum Umweltbericht LEP HR 2. Entwurf

Dokument: 385 kB

Auswertungen zum Planungsgeschehen