Teilnehmer der dritten Studienreise
Bild: GL

Deutsch | Polski

Dritte Studienreise im Projekt BB-L Interconnection: Verwaltungsmitarbeitende der Wojewodschaft Lubuskie und Brandenburg zu Gast in Potsdam und Berlin

Vom 19. bis 21. Mai 2026 nutzten gut zwanzig Verwaltungsmitarbeitende verschiedener Städte und Gemeinden und des Marschallamtes der Wojewodschaft Lubuskie sowie der Städte Frankfurt (Oder) und Cottbus die Gelegenheit, sich zur Raumentwicklung auf Landes- und Bundesebene sowie zu den Verwaltungsstrukturen in Deutschland vor Ort in Potsdam und Berlin zu informieren.

Ziel der Reise war es, sich über die Funktionsweise des deutschen Planungssystems, aktuelle Herausforderungen der Raumentwicklung sowie der deutsch-polnischen Zusammenarbeit weiterzubilden und sich in diesem Sinne untereinander und mit Akteuren aus Berlin und Brandenburg zu vernetzen.



Programm der 3. Studienreise im Rahmen von „BB-L Interconnection“

Dokument: 476 KB

Landeshauptstadt Potsdam: Raumentwicklung und Landesverwaltung

Zum thematischen Einstieg erhielten die Teilnehmenden von der GL im Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung (MIL) mehrere Input-Vorträge. Vorgestellt wurden: die Aufgaben und Arbeitsweise der Gemeinsamen Landesplanungsabteilung (GL), die Raumentwicklung in der Hauptstadtregion, der Landesentwicklungsplan als zentrales Planungsinstrument sowie die Struktur der Landesverwaltung in Brandenburg. Den Abschluss bildete eine Vorstellung der Projektaktivitäten der GL im internationalen Bereich, insbesondere im Rahmen der INTERREG B – Förderprogramme.

Im Anschluss vertiefte die Gruppe das Wissen zur Landesverwaltung bei einer Besichtigung des Landtages des Landes Brandenburg und machte sich bei dieser Gelegenheit auch ein Bild von der Rekonstruktion der Potsdamer Innenstadt. Abschließend stand noch eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Landeshauptstadt und ein Symbol preußischer Landesgeschichte auf dem Programm: Schloss und Park Sanssouci. Zum Ausklang des ersten Tages ließ begrüßte die Abteilungsleiterin der GL, Manuela Hahn, die Gruppe persönlich zu einem gemeinsamen Abendessen im Holländischen Viertel.

Bundeshauptstadt Berlin: das Raumplanungssystem auf Bundesebene, Aktivitäten der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena)

Zum thematischen Einstieg erhielten die Teilnehmenden von der GL im Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung (MIL) mehrere Input-Vorträge. Vorgestellt wurden: die Aufgaben und Arbeitsweise der Gemeinsamen Landesplanungsabteilung (GL), die Raumentwicklung in der Hauptstadtregion, der Landesentwicklungsplan als zentrales Planungsinstrument sowie die Struktur der Landesverwaltung in Brandenburg. Den Abschluss bildete eine Vorstellung der Projektaktivitäten der GL im internationalen Bereich, insbesondere im Rahmen der INTERREG B – Förderprogramme.

Im Anschluss vertiefte die Gruppe das Wissen zur Landesverwaltung bei einer Besichtigung des Landtages des Landes Brandenburg und machte sich bei dieser Gelegenheit auch ein Bild von der Rekonstruktion der Potsdamer Innenstadt. Abschließend stand noch eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Landeshauptstadt und ein Symbol preußischer Landesgeschichte auf dem Programm: Schloss und Park Sanssouci. Zum Ausklang des ersten Tages ließ begrüßte die Abteilungsleiterin der GL, Manuela Hahn, die Gruppe persönlich zu einem gemeinsamen Abendessen im Holländischen Viertel.

Bundeshauptstadt Berlin: das Raumplanungssystem auf Bundesebene, Aktivitäten der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena)

Der zweite Tag begann mit einem Besuch im Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB). Dort gaben Katharina Voss, deutsche Ko-Vorsitzende des Deutsch-Polnischen Raumordnungsausschusses, und Piotr Piekut, Mitarbeiter im Referat Raumordnungsrecht und Raumplanung, einen Überblick über aktuelle und historisch gewachsene Herausforderungen der Raumentwicklung in Deutschland sowie über das Raumordnungssystem mit besonderem Fokus auf die Bundesraumordnung.

Im Anschluss stellte Anna Wasielewski die Tätigkeiten der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) vor. Im Mittelpunkt standen die deutsch-polnischen Energieplattform sowie Leuchtturm-Vorhaben in den Doppelstädten entlang der Neiße und Oder. Zum Abschluss lud sie alle Teilnehmenden zum Deutsch-Polnischen Energiewendeforum am 9. Juni 2026 in der Botschaft der Republik Polen in Berlin ein.

Treffen mit dem Koordinator der Bundesregierung für die deutsch-polnische zwischengesellschaftliche und grenznahe Zusammenarbeit, MdB, Knut Abraham

Ein weiteres Highlight der Studienreise war das Treffen mit Knut Abraham, Mitglied des Deutschen Bundestages (CDU, Brandenburger Wahlkreis Elbe-Elster und Oberspreewald-Lausitz) und Koordinator der Bundesregierung für die deutsch-polnische zwischengesellschaftliche und grenznahe Zusammenarbeit. Herr Abraham begrüßte die Gruppe und würdigte das Projekt BB-L Interconnection sowie das Engagement der Teilnehmenden für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit. In dem offenen Austausch erläuterte er seine Rolle als „Anwalt für die Grenzregion“ und stellte aktuelle Schwerpunkte seiner Arbeit als Koordinator vor. Er setzt sich für Themen und Vorhaben grenzüberschreitender Bedeutung ein, wie z.B. für sprachliche Bildung, gesellschaftlichen Austausch, Umweltthemen sowie freien Grenzverkehr, aber auch für Infrastruktur- und Verkehrsthemen wie den Ausbau der sog. „Ostbahn“ von Berlin nach Kostrzyn. Zudem betonte Herr Abraham die gute Zusammenarbeit mit Henryka Mościcka-Dendys, der Vorsitzenden des Rates für die Zusammenarbeit mit der Bundesrepublik Deutschland seitens der Polnischen Regierung, sowie mit der deutsch-polnischen Parlamentariergruppe.

Fachvorträge beim BMWSBFachvorträge beim BMWSBBild: Antje Wilke, GL
Die Gruppe mit Knut Abraham im Paul-Löbe-HausDie Gruppe mit Knut Abraham im Paul-Löbe-HausBild: Jana Orlowski

Ausklang im Europäischen Haus und im Roten Rathaus

Am letzten Tag der Studienreise machte sich die Gruppe bei einer Stadtführung auf die Spuren des politischen Berlins in historischer und städtebaulicher Perspektive, beginnend an der Topographie des Terrors, entlang der Wilhelmstraße zum Brandenburger Tor. Angekommen am Pariser Platz besuchte die Gruppe das Europäische Haus, die gemeinsame Vertretung der Europäischen Kommission und des Europäischen Parlamentes in Berlin. Ein weiterer Höhepunkt und zugleich Abschluss der Studienreise war die Besichtigung des Roten Rathauses am Alexanderplatz, wo bei einer Führung die Konzeption des Bürgerparlamentes im Berliner Stadtgefüge sowie seine Genese als Verwaltungssitz im Laufe der wechselhaften politischen Geschichte Berlins erläutert wurde.

Insgesamt bot die Studienreise einen vielschichtigen Einblick in das föderale Verwaltungssystem der Bundesrepublik Deutschland sowie des Landes Brandenburg, dessen Genese und Vorgeschichte die Gruppe hautnah in der Berliner und Potsdamer Stadtlandschaft erfahren konnte. Zugleich wurden zentrale Herausforderungen in den Bereichen Raumentwicklung, Verkehr und Energie adressiert und diskutiert.

Die Gruppe zu Gast im Europäischen HausDie Gruppe zu Gast im Europäischen HausBild: Antje Wilke, GL
Besichtigung des Roten RathausesBesichtigung des Roten RathausesBild: Antje Wilke, GL

Links