Produktionspipeline für erneuerbare Energien mit grünem Wasserstoff – grünes Wasserstoffgas für saubere Elektrizität aus Solar- und Windkraftanlagen. Es sind ein Wasserstofftank angeschlossen an eine Pipeline, Windkrafträder und Solarpaneele zu sehen.
Bild: adobestock.com / Studio_East

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H2CE – Stärkung der Wasserstoff-Fähigkeit von Regionen in Mitteleuropa

Das von der Gemeinsamen Landesplanungsabteilung Berlin-Brandenburg (GL) initiierte und als Lead Partner koordinierte Projekt H2CE – Empowering H2-ready regions in Central Europe wurde nach dreijähriger Laufzeit am 31. März 2026 erfolgreich abgeschlossen.

H2CE unterstützte Regionen in Mitteleuropa dabei, Wasserstoff stärker in ihre regionale Energie- und Raumentwicklung einzubeziehen. Im Mittelpunkt standen dabei öffentliche Verwaltungen und regionale Akteure: Sie sollten in die Lage versetzt werden, die räumlichen Voraussetzungen und Potenziale für Wasserstoff besser einzuschätzen, strategische Entscheidungen vorzubereiten und geeignete Instrumente für die regionale Umsetzung einzusetzen.

Logo des EU-Projekts H2CE

Das Projekt wurde von April 2023 bis März 2026 im Rahmen von Interreg CENTRAL EUROPE 2021–2027 umgesetzt. Zwölf Projektpartner aus sieben Ländern – Deutschland, Polen, Österreich, Tschechien, der Slowakei, Italien und Kroatien – arbeiteten unter der Leitung der GL zusammen. Das Gesamtbudget betrug rund 2,38 Millionen Euro, davon wurden 80 Prozent aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) finanziert.

Strategien und Instrumente für die regionale Wasserstoffplanung

H2CE verband strategische Planung mit der praktischen Erprobung von Instrumenten und Unterstützungsangeboten. Ausgangspunkt war die Frage, wie Regionen mit unterschiedlichen räumlichen, wirtschaftlichen und energiewirtschaftlichen Voraussetzungen Wasserstoff in ihre Entwicklungs- und Planungsprozesse integrieren können.

Hierfür wurden gemeinsame Leitlinien für die Erarbeitung regionaler Wasserstoffstrategien und Aktionspläne entwickelt und in den beteiligten Regionen angewendet. Daraus entstanden regionale und interregionale Strategien sowie Aktionspläne. Ergänzend wurden praktische Instrumente und Unterstützungsmechanismen entwickelt und getestet.

Dazu gehörten unter anderem GIS-basierte Planungsinstrumente, ein Energiezellenmodell, ein Förderansatz in Form eines Hydrogen Voucher sowie Modelle für regionale Wasserstoff-Kompetenzzentren. Die unterschiedlichen Ansätze zeigen, wie räumliche Daten, Energieplanung, Kompetenzaufbau und regionale Kooperation miteinander verbunden werden können.

Die Erfahrungen aus der strategischen Arbeit und den Pilotaktivitäten wurden in übertragbaren Lösungen zusammengeführt. Hierzu zählen insbesondere das Handbook for Strategic Decision-Making für öffentliche Verwaltungen und regionale Akteure sowie der Ansatz der Regional H2 Competence Centres.

Ergebnisse für Berlin und Brandenburg

Für die Hauptstadtregion verband H2CE den europäischen Erfahrungsaustausch mit konkreten regionalen Aktivitäten. Die GL leitete neben der Gesamtkoordination des Projekts das Arbeitspaket zur strategischen Wasserstoffplanung und verantwortete die Zusammenführung der regionalen Analysen sowie die Entwicklung gemeinsamer Leitlinien und einer transnationalen Strategie.

Mit der Regionalentwicklungsgesellschaft Nordwestbrandenburg und den Stadt- und Überlandwerken Lübben waren zwei weitere Partner aus Brandenburg unmittelbar an H2CE beteiligt.

In Nordwestbrandenburg wurde auf Grundlage einer zuvor erarbeiteten Wasserstoff-Potenzialstudie ein regionaler Wasserstoff-Aktionsplan entwickelt. In Lübben wurde ein Energiezellenmodell erprobt, das Wasserstofferzeugung, -transport und -nutzung im Zusammenhang eines integrierten lokalen Energiesystems betrachtet. Der Ansatz wurde mit einem Planungsinstrument verbunden, das auch auf andere Regionen übertragen werden kann.

Darüber hinaus nutzte die GL H2CE für den Austausch mit Planungsregionen, Wasserstoffnetzwerken und weiteren Akteuren in Berlin und Brandenburg. Die Ergebnisse des Projekts unterstützen damit auch die weitere Auseinandersetzung mit den räumlichen Anforderungen einer künftigen Wasserstoffwirtschaft in der Hauptstadtregion.

Europäischer Wissenstransfer und dauerhafte Nutzung der Ergebnisse

Ein wesentliches Ziel von H2CE war es, die in den beteiligten Regionen gewonnenen Erfahrungen über die einzelnen Piloträume hinaus verfügbar zu machen. Hierfür wurde die H2CE Collaboration Platform aufgebaut. Sie bündelt Strategien, Planungsinstrumente, Pilotansätze, Materialien zum Kompetenzaufbau und weitere Projektergebnisse und steht auch nach Projektabschluss zur Verfügung.

Gleichzeitig entstand im Projekt ein transnationales Netzwerk wasserstofffähiger Regionen, das öffentliche Verwaltungen, regionale Organisationen, Forschungseinrichtungen, Energieakteure und weitere Stakeholder aus den beteiligten Regionen miteinander verbindet.

Damit bleiben sowohl die Projektergebnisse als auch die aufgebauten Kooperationsstrukturen über die Laufzeit von H2CE hinaus nutzbar.

Fortführung der Ergebnisse in HyAdvanCE

Die in H2CE entwickelten Ansätze werden nach Projektabschluss weiter genutzt. Mit dem ebenfalls von der GL initiierten und als Lead Partner koordinierten Projekt HyAdvanCE – Advancing Hydrogen Planning in Central Europe werden zentrale Ergebnisse von H2CE gemeinsam mit Ergebnissen weiterer europäischer Wasserstoffprojekte aufgegriffen und weiterentwickelt.

HyAdvanCE legt dabei einen stärkeren Schwerpunkt auf die grenzüberschreitende Wasserstoffplanung. Vorhandene Strategien, Methoden und Instrumente werden in neuen territorialen Zusammenhängen angewendet und die daraus gewonnenen Erfahrungen in übertragbare Planungsansätze überführt. Für die GL steht dabei insbesondere die deutsch-polnische Zusammenarbeit im Raum Ostbrandenburg–Westpommern im Mittelpunkt.

Damit bildet H2CE zugleich eine wesentliche fachliche Grundlage für die Fortsetzung der europäischen Zusammenarbeit der GL im Bereich Wasserstoff und Raumentwicklung.

Weitere Informationen

Die Projektergebnisse, Strategien, Instrumente und Lösungen stehen weiterhin über die H2CE Collaboration Platform zur Verfügung.

Weitere Informationen zum abgeschlossenen Projekt auf der Projektwebseite von Interreg CENTRAL EUROPE: H2CE – Empowering H2-ready regions in Central Europe

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