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Die Gemeinsame Landesplanungsabteilung Berlin-Brandenburg (GL) beteiligt sich an der Projektplattform „BSR Urban Mobility“, die Städte, Regionen und politische Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger im Ostseeraum in einem transnationalen Austausch zusammenbringt. Ziel ist es, die Umsetzung nachhaltiger urbaner Mobilitäts- und Logistikplanung zu unterstützen und einen Beitrag zur Erreichung der EU-Ziele für multimodale und emissionsfreie Verkehrssysteme zu leisten.
Bild: Interreg Baltic Sea RegionDie Plattform bündelt Ergebnisse und Erfahrungen aus 17 EU- und national geförderten Projekten und stellt diese Städten und Regionen zur Verfügung. Ein besonderer Fokus liegt auf der Unterstützung von Städten bei der Entwicklung und Umsetzung von nachhaltigen urbanen Mobilitätsplänen (Sustainable Urban Mobility Plans, SUMPs). SUMPs sind eine der Anforderungen, die so genannte „städtische Knoten“ (urban nodes) gemäß den Leitlinien für den Aufbau eines transeuropäischen Verkehrsnetzes (TEN-V) erfüllen müssen. Mit ihnen soll die Bedeutung integrierter Mobilitätsplanung europaweit gestärkt werden.
Ausgangspunkt des Projekts ist die gemeinsame Herausforderung aller Ostseeraum-Länder: Der Wandel hin zu emissionsfreien, sicheren, zugänglichen und effizienten Personen- und Güterverkehrssystemen verläuft bislang nicht schnell genug. Aufbauend auf Bedarfsanalysen und den Ergebnissen vorheriger Projekte werden gezielte Lern- und Qualifizierungsformate für eine nachhaltige urbane Mobilitäts- und Logistikplanung entwickelt. Damit unterstützt die Plattform Städte und Regionen dabei, ihre Planungs- und Umsetzungskapazitäten langfristig zu stärken.
Zentrale Projektergebnisse sind ein Bericht zum aktuellen Stand der nachhaltigen urbanen Mobilitäts- und Logistikplanung im Ostseeraum , Peer-Learning- und Qualifizierungsangebote für Mobilitätsplanerinnen und -planer sowie konkrete und abgestimmte politische Handlungsempfehlungen zur Förderung aktiver und effizienter urbaner Mobilität auf lokaler, nationaler, makroregionaler und europäischer Ebene.
Das Projektkonsortium besteht aus sieben Projektpartnern aus Finnland, Schweden, Norwegen, Polen, Litauen, Estland und Deutschland. Die GL beteiligt sich stellvertretend für das Netzwerk Scandria Allianz an der Projektplattform. Die Federführung liegt bei der Stadt Turku (Finnland), welche im Konsortium das Städtenetzwerk Union of the Baltic Cities vertritt. Beteiligt ist ferner die Koordinatorin des Politikbereichs Verkehr in der EU-Strategie für den Ostseeraum (EUSBSR).